Malware – welche Formen gibt es und wie schützt man sich?

Der Begriff Malware ist allgegenwärtig, wenn es um IT Sicherheit geht. Malware steht dabei allgemein für schadhafte Programme – und diese haben in den letzten Jahren weltweit großen Schaden angerichtet. Hier bekommst du einen Überblick über Formen von Malware, sowie Tipps, wie du dich gegen Malware auf deinen Computern schützen kannst.

 

Malware – ein globales Problem

25% Prozent aller Rechner in Deutschland sollen von Malware befallen sein, wie eine Studie von Panda Security ergeben hat. Diese beeindruckende Zahl erscheint noch extremer, wenn man sich bewusst macht, dass in Deutschland Malware vergleichsweise wenig verbreitet ist. In Ländern wie China oder Peru sind teilweise über 40% Prozent aller Computer von schadhafter Software befallen. Und dieser Trend wird sich noch verstärken, denn die Praktiken krimineller Hacker werden immer ausgefeilter. Es wird also in Zukunft immer wichtiger werden, eine gute Strategie gegen Malware zu haben.

Welche Formen von Malware gibt es?

Malware kann mit unterschiedlichsten Absichten und in unterschiedlichen Formen verbreitet werden. Dabei ist nicht unbedingt festzumachen, welche Form von Malware am schlimmsten oder schädlichsten ist. Dies hängt immer davon ab, was die Urheber der schadhaften Software Im Schilde führen. Zu den bekanntesten Formen von Malware zählt man Computerviren, Würmer, Trojaner, Backdoors, Spyware und Adware.

Computervirus

Computerviren sind wohl die bekannteste Form von Malware. Die namensgebenden Merkmale von Computerviren sind einerseits, dass diese sich selbst reproduzieren und verbreiten können, und zum anderen, dass sie nur als Teil einer Wirtssoftware funktionieren können, in welche sie eingebettet wurden. Unterschiedlichste Formen von Computerviren beschäftigen IT-Sicherheitsexperten seit inzwischen mehreren Jahrzehnten. Diese älteste Form von Malware kann, muss aber nicht unbedingt großen Schaden anrichten. Manche Viren sind einzig bestrebt, sich möglichst weit zu verbreiten, und üben keinerlei schädliche Funktion aus. Und durch ihre Fähigkeit zur Reproduktion sind sie in der Lage, sich theoretische millionenfach auf verschiedensten Rechnern auf der ganzen Welt zu verbreiten. Computerviren können erhebliche Schäden anrichten, sowohl bei der Software, als auch bei der Hardware. Auch gibt es Computerviren, welche in der Lage sind, ihre Festplatten zu löschen, oder Teile ihrer Rechenleistung für sich zu vereinnahmen, um die vom Urheber gewünschten Aktionen auszuführen.

Wie schützt man sich gegen Computerviren

Der wirksamste Schutz gegen Computerviren ist eine Antiviren-Software. Diese ist in der Lage, Computerviren zu erkennen, und diese entsprechend unschädlich zu machen, beziehungsweise zu entfernen.

Trojaner

Der Trojaner, auch bekannt als Trojanisches Pferd, ist eine weitere sehr weit verbreitete Form von Malware. Anders als Computerviren, sind Trojaner nicht dazu in der Lage, sich selbst zu vervielfältigen. Jedoch können sie umso mehr Schaden anrichten, sowie Aufgaben ausführen, zu welchen sie vom Urheber programmiert wurden. Trojaner werden häufig dafür benutzt, um Daten auszuspähen, die sich auf dem betroffenen Rechner befinden. Dazu zählt beispielsweise das Auslesen, sämtlicher Tastatureingaben. Meist interessieren sich die Urheber in diesem Fall für Passwörter oder etwa Zugangsdaten von Bankkonten.

Wie schützt man sich gegen Trojaner?

Trojaner gelangen meist auf den eigenen Rechner, wenn man keine Antivirensoftware installiert hat. Die konsequente Nutzung einer solchen, sollte in den meisten Fällen ausreichend sein, um sich zu schützen. Weiters sollte man von den persönlichen Daten regelmäßig Backups erstellen, welche auf einer eigenen Festplatte gespeichert sind. Denn Datenerpresser, welche durch Trojaner Zugang zu ihrem Rechner erhalten haben, können nur dann genügend Druck auf Sie ausüben, wenn Sie tatsächlich Gefahr laufen, ihre Daten zu verlieren.

Computerwurm

Würmer, oder Computerwürmer können sich mitunter rasant über das Internet verbreiten, und auf vielen Rechnern erheblichen Schaden anrichten. Im Vergleich zu Computerviren, benötigen diese nicht einmal eine Wirtssoftware, oder müssen in Dateien eingebettet sein, um zu funktionieren – ein Wurm ist ein eigenes Programm. Würmer verbreiten sich in den meisten Fällen per Email, in Form von Dateianhängen.

Wie schütze ich mich gegen Computerwürmer?

Achten Sie ganz besonders darauf, keine Dateianhänge von Emails zu öffnen, deren Absender Sie nicht kennen! Denn nicht selten versteckt sich hinter einer solchen Datei ein Computerwurm. Eine weitere Methode zum Schutz vor Computerwürmern ist die Verwendung einer Antiviren-Software.

Backdoor

Bei einer Backdoor handelt es sich um eine Form von Malware, durch welche dritte Zugriff auf ihren Rechner erhalten. Dabei agiert diese Software versteckt und dezent im Hintergrund, sodass Sie meist nichts von dieser schadhaften Software mitbekommen. Auch gegen solche Formen von Malware sind Sie mit einer guten Antivirensoftware gewappnet.

Spyware

Bei Spyware handelt es sich um Malware, welche einzig darauf abzielt, so viele Informationen wie möglich über Sie zu sammeln. Meist haben es Hacker darauf abgesehen, ihre Passwörter zu stehlen. Spyware wird für gewöhnlich von ihrem Antivirus-Prgramm erkannt und unschädlich gemacht.

Adware

Adware steht, wie bereits der Name sagt, für das Ausspionieren von Werberelevanten Informationen. Diese Programme werden ungefragt auf ihrem Rechner installiert, und spionieren ihr Nutzerverhalten aus. Das Ziel von Adware ist dabei, dass man auf ihr Verhalten abgestimmte Werbung schalten kann. Meist landen solche Programme durch Fehlverhalten beim Internet-Surfen auf ihrem Rechner. Achten Sie immer darauf, dass die Links, auf die Sie klicken, vertrauenswürdig sind. Die meisten Webbrowser warnen inzwischen davor, wenn man Gefahr läuft, einen solchen Link anzuklicken.

 

Wie schützt man sich generell vor Malware?

All diese Arten von Malware stehen für die am häufigsten vorkommenden Schadprogramme. Wenn Sie die richtigen Maßnahmen treffen, können Sie davon ausgehen, gegen die meisten Angriffe von außen gewappnet zu sein. Wichtig ist dabei vor allem ein wirkungsvolles Antivirenprogramm, welches Sie , sobald es installiert wurde, immer auf dem neuesten Stand halten sollten. Denn die Zeit steht nicht still, und Kriminelle sind immer versucht, den Schutzprogrammen einen Schritt voraus zu sein. Es stehen mehrere gute und sogar kostenlose Lösungen zur Verfügung: Comodo, Avira, BitDefender, Avast und AVG zählen zu den zuverlässigsten Gratis-Programmen, welche vor Viren und anderer Malware schützen.

Achten Sie darüber hinaus auch darauf, auch ihr Betriebssystem, sowie alle anderen Programme auf ihrem Rechner auf dem neuesten Stand zu halten. Updates dienen in den meisten Fällen nicht nur dazu, ihre Software funktioneller zu machen, sondern auch, um Sicherheitslücken zu stopfen, welche Einfallstore für Malware sind.

Auch ihre Firewall ist ein wichtiges Element zum Schutz vor Malware. Eine Firewall dient dazu, Eindringlinge jeder Art, davon abzuhalten, Befehle auf ihrem Rechner auszuführen, und so Schadsoftware zu installieren. Aktivieren Sie also ihre Firewall für besseren Schutz vor Malware, und halten Sie diese grundsätzlich immer aktiv.

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